Das Wichtigste in Kürze
- Es gibt kein Benutzerkonto und keine Registrierung. Nichts wird an einen Server der App übertragen.
- Alle Gesundheitsdaten liegen in einer lokalen Datenbank auf dem Gerät und sind nur innerhalb der App zugänglich.
- Die einzige Netzverbindung betrifft Käufe: Google Play und die Abo-Verwaltung. Dorthin gehen keine Gesundheitsdaten.
- Der Preis dafür: keine automatische Sicherung. Beim Gerätewechsel musst du selbst ein Backup mitnehmen.
- Die Angaben lassen sich nachprüfen — die Datensicherheitsangabe im Play Store steht auf „Keine Daten erhoben".
Warum liegen Zyklusdaten sonst in der Cloud?
Weil Konto und Cloud fast jede andere Funktion einfacher machen: Synchronisation zwischen Geräten, Wiederherstellung nach einem Verlust, Auswertungen auf dem Server, und — bei werbefinanzierten Apps — die Grundlage des Geschäftsmodells.
Bei Verhütungs- und Zyklusdaten ist das eine besondere Kategorie. Die DSGVO zählt Gesundheitsdaten zu den besonderen Kategorien personenbezogener Daten (Art. 9), für die strengere Regeln gelten. Wer diese Daten gar nicht erst erhebt, muss sie auch nicht schützen, nicht herausgeben und nicht löschen.
Was heißt „bleibt auf dem Gerät" technisch?
Es gibt keinen Server, an den die App Gesundheitsdaten sendet — es existiert kein Backend für Einnahmen, Zyklen oder Symptome. Konkret:
- Kein Konto: keine Registrierung, keine E-Mail-Adresse, kein Login.
- Lokale Datenbank: Einnahmen, Zyklusschema, Ereignisse und Symptome liegen in einer Datei im geschützten App-Speicher.
- Erinnerungen laufen lokal: die Benachrichtigungen plant das Betriebssystem selbst, es gibt kein Push-Backend.
- Kein Analyse-SDK, keine Werbe-ID, kein Crash-Dienst.
Wo die Grenzen liegen
Ohne Cloud gibt es keine automatische Sicherung. Das ist kein Versehen, sondern die Kehrseite derselben Entscheidung — und es ist der Punkt, an dem du selbst aktiv werden musst.
- Gerätewechsel: Die Daten wandern nicht von allein mit. PillenKompass exportiert ein JSON-Backup, das sich auf dem neuen Gerät wieder einlesen lässt. Auf Wunsch mit Passwort verschlüsselt.
- Gerät verloren oder zurückgesetzt: Ohne vorheriges Backup sind die Daten weg. Ein Server, der sie wiederherstellen könnte, existiert nicht.
- Keine Synchronisation: Zwei Geräte führen zwei getrennte Datenbestände.
Wer automatische Wiederherstellung über alles stellt, ist mit einer Cloud-App besser bedient. Diese Seite soll die Entscheidung ermöglichen, nicht sie vorwegnehmen.
Wann die App doch ins Netz geht
Für genau zwei Dinge, und in beiden Fällen ohne Gesundheitsdaten:
- Kauf und Verwaltung von PillenKompass Plus. Das läuft über Google Play und einen Dienst zur Abo-Prüfung. Übertragen werden Kaufbeleg, Produkt-ID und Abo-Zeitraum — nichts über Einnahmen oder Symptome.
- Links nach außen, etwa zum Play-Store-Eintrag oder zu dieser Website. Erst wenn du sie antippst.
Welche Daten dabei wohin gehen, steht vollständig in der Datenschutzerklärung.
Wie du das bei jeder App prüfen kannst
Unabhängig von PillenKompass — drei Stellen verraten dir, was eine App mit deinen Daten macht:
- Datensicherheit im Play Store. Steht direkt im Eintrag, oberhalb der Bewertungen. Verlangt vom Entwickler eine verbindliche Angabe.
- Die Berechtigungsliste. Eine Erinnerungs-App braucht Benachrichtigungen und exakte Alarme. Braucht sie Standort, Kontakte oder Werbe-IDs, ist das erklärungsbedürftig.
- Ob ein Konto verlangt wird. Wer sich registrieren muss, hat serverseitig ein Profil — auch wenn die Daten dort verschlüsselt liegen.
Was PillenKompass kann
Erinnerungen für Pille, Verhütungsring, Verhütungspflaster und Dreimonatsspritze, mit Kalender, Vorratsverwaltung und Einnahmestatistik. Bis zu drei sich steigernde Erinnerungen pro Tag, bis du bestätigt hast, und diskrete Benachrichtigungen ohne Hinweis auf Gesundheit oder Verhütung — für alle, die ihr Handy nicht allein benutzen.
PillenKompass ist kein Medizinprodukt und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die App dokumentiert und erinnert; sie bewertet nichts und empfiehlt nichts.